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Ernährung - allgemeine Informationen

Milchglas

Nahrungsbestandteile der menschlichen Ernährung


Die tägliche Energiezufuhr und der Gesamt-Energiegehalt der Nahrung, sowie die Zusammensetzung ist die Voraussetzung für eine Gesunderhaltung des Körpers. Nahrungsmittel entstammen dem Tier- oder dem Pflanzenreich und enthalten eine unterschiedliche Zusammensetzung der Nährstoffe.

Zu den Nährstoffen gehören:

Eiweiß
Fette
Kohlenhydrate
Vitamine
Mineralstoffe
Ballaststoffe


Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate zählen zu den lebensnotwendigen und energieliefernden Nährstoffen, während Mineralstoffe und Vitamine lebensnotwendig sind, aber ohne Energie.
Nicht nur die einzelnen Nährstoffe, sondern auch der Nährstoffgehalt und der Energiegehalt sind maßgebend für die Bewertung eines Nahrungsmittels.
Die Nährstoffdichte eines Nahrungsmittels ist das Verhältnis vom Nährstoffgehalt bezogen auf die Energie.
Anhand der Nährstoffdichte lässt sich die Qualität eines Lebensmittels und somit der gesundheitliche Wert beurteilen. Je höher die Nährstoffdichte ist, umso günstiger ist das Verhältnis zwischen dem Nährstoff- und dem Energiegehalt.
Die Nährstoffdichte ist ein wichtiges Kriterium, wenn es um eine energiebegrenzte Ernährung (z.B. Reduktionskost) geht, die aber dennoch alle Nährstoffe in ausreichender Menge enthalten soll. Um in diesem Fall ausreichend versorgt zu sein, muß der Speiseplan überwiegend Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte enthalten.

Nährstoffe

Eiweiß

Eiweiß (Protein) wird aus verschiedenen Aminosäuren aufgebaut. Acht dieser Aminosäuren kann der menschliche Organismus nicht selber herstellen (synthetisieren) und ist somit auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Diese Aminosäuren nennt man essentiell. Die einzelnen Zellen des Organismus bestehen zum Großteil aus Proteinen, die einem kontinuierlichen Auf- und Abbau unterliegen. Somit müssen ständig dem Körper und damit den einzelnen Zellen neue Aminosäuren zugeführt werden.
Eiweiß kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Das tierische Protein ist für den Menschen wertvoller, da es dem menschlichen Aminosäurenmuster ähnlicher ist und daher aus tierischem Protein leichter körpereigene Substanz aufgebaut werden kann.
Die tägliche Nahrung sollte jedoch aus einer Mischung an tierischem und pflanzlichem Protein zusammengesetzt sein.

Fette

Fette (Lipide) bestehen aus Alkohol Glycerin und maximal drei Fettsäuren. Fette enthalten eine Reihe von Bestandteilen, wie die fettlöslichen Vitamine (A,D,E,K) und das Cholesterin, welches nur in tierischen Fetten vorkommt.
Mit der Nahrung aufgenommene Fette dienen der Energieversorgung und als Speicherfett.
Der Organismus vermag überschüssige Energie, z.B. aus Kohlenhydraten und Alkohol, in der Leber zu Fetten umbauen und dieses dann als Depotfett zu speichern. Depotfett ist in geringen Mengen lebensnotwendig, in größeren Mengen führt es zu Übergewicht und bedeutet eine Belastung für Herz- und Kreislauf.

Kohlenhydrate

Die Kohlenhydrate spielen in der menschlichen Ernährung von allen Nährstoffen die wichtigste Rolle. Sie sind für den Organismus leicht verwertbar und der bevorzugte Energielieferant.

Vitamine

Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht oder nur in unzureichender Menge herstellen (synthetisieren) kann. Sie müssen nur in geringen Mengen zugeführt werden und werden nur zu einem geringen Teil im Energiestoffwechsel abgebaut.
Die Vitamine werden im Organismus für die Ausübung und die Aufrechterhaltung lebensnotwendiger Funktionen benötigt.

Unerschieden werden die Vitamine wie folgt:

- die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie
- die wasserlöslichen Vitamine B1, B2, B6, B12, Biotin, Folsäure, Niacin und Panthotensäure.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind anorganische Bestandteile unserer Nahrung. Sie sind lebensnotwendig mit vielfältigen Aufgaben für Wachstum und Stoffwechsel.
Man unterscheidet zwischen
Mengenelementen (> 50 mg/kg Körpergewicht) und
Spurenelementen (< 50 mg/kg Körpergewicht).

Zu den Mengenelementen zählt man die Metalle Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium, sowie die Nichtmetalle Chlor, Phosphor und Schwefel.

Die Spurenelemente umfassen Arsen, Cobalt, Chrom, Kupfer, Fluor, Eisen, Jod, Mangan, Molybdän, Nickel, Selen, Silicium, Zinn, Vanadium und Zink.

Ballaststoffe

Ballaststoffe umfassen diejenigen Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von den Dünndarmenzymen des Menschen nicht abgebaut werden können und somit den Dickdarm erreichen und dort unter anderem für eine ausreichende Füllung sorgen.

Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor, hauptsächlich in Getreide, Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten.

Eine ausgewogene Ernährung sollte die Nährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate im angemessenen Verhältnis enthalten.
Die Deutsche Gesellschafft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene:

FETT max. 30 % EIWEISS 10 - 15 % KOHLENHYDRATE 55 - 60 %


Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe in der Ernährung

Vitamine, Mineralstoffe, Wasser und Ballaststoffe sind weitere lebensnotwendige Nährstoffe, die täglich mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Sie enthalten, im Gegensatz zu den Hauptnährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten keine Energie. Die Empfehlungen für die Flüssigkeitszufuhr sowie der Zufuhr an Ballaststoffen sollten möglichst täglich eingehalten werden, während die Bilanz für die Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen im Rahmen einer Woche ausgeglichen sein sollten.


Wozu braucht der Organismus Energie?

Der menschliche Organismus braucht Energie und Nährstoffe, um seine Funktionen aufrecht halten zu können. Energie und Nährstoffe erhält der Organismus mit der Nahrung, die im Verdauungstrakt aufgeschlossen und wo die einzelnen Nährstoffe freigesetzt werden.

Folgende Aufgaben muß der menschliche Körper erfüllen:

- Erhaltung der Körperwärme
- Aufrechterhaltung körperlicher Funktionen (z.B. Gehen, Muskeltätigkeit, Verdauung, Organfunktionen etc.)
- Aufrechterhaltung geistiger Funktionen
- Wachstum
- Regeneration verlorengegangener Körperbestandteile (z.B. Haut, Haare, Fingernägel)
- Stoffwechseltätigkeiten

Die benötigte Energie erhält der Organismus aus der Verstoffwechslung der Nahrungsbestandteile Kohlenhydrate, Fett und zum Teil auch Eiweiß. Die Stoffwechselendprodukte, die dabei entstehen werden über die Atmung, die Nieren und den Darm ausgeschieden.

Der Energiebedarf des menschlichen Körpers

Der Energiebedarf des Organismus ist von Mensch zu Mensch und von Tag zu Tag verschieden.

Der Energiebedarf wird in zwei Gruppen unterteilt:
Gesamtenergiebedarf = Grundumsatz + Leistungsumsatz

Grundumsatz (GU)

Der GU umfaßt die Energieproduktion zur Aufrechterhaltung aller lebensnotwendigen Funktionen im Ruhezustand.

Der Grundumsatz ist die Energiemenge, die ein Mensch in 24 Stunden in völliger Ruhe und im Liegen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und für den Grundstoffwechsel (Herztätigkeit, Atmung etc.) im Durchschnitt benötigt.

Die wichtigsten Faktoren, die den GU beeinflussen

- Alter
- Geschlecht
- Größe und Gewicht
- Hormone (insbesondere Schilddrüse)
- Prozentuale Körperzusammensetzung (Muskelmasse im Verhältnis zu Fett und den Knochen)
- Körperbau
- Streß
- Fieber
- Medikamente
- Klima

Der durchschnittliche Grundumsatz wird üblicherweise mit 1kcal (4,2kJ) pro Kilogramm Körpergewicht pro Stunde angegeben.

Beispiel
Ein körperlich guttrainierter, 25jähriger Mann mit einer Körpergröße von 1,85 m hat einen höheren GU als eine mäßig trainierte 30jährige Frau, mit einer Körpergröße von 1,65 m.


Leistungsumsatz

Jede Steigerung über den Grundumsatz hinaus wird als Leistungsumsatz bezeichnet.

Leistungsumsatz = Arbeitsumsatz + Freizeitumsatz

Die wichtigsten Faktoren, die den Leistungsumsatz bestimmen:

- Muskeltätigkeit (z.B. Sport, Bewegung)
- Energiebedarf für Wachstum(bei Kindern, Jugendlichen und Sportlern)
- Wärmeregulation (bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen)
- Verdauungstätigkeit
- geistige Tätigkeit (nur geringe Mengen)

Berechnung des Energiebedarfs

Angaben über die Höhe der Energiezufuhr oder des Energiebedarfs erfolgen in Kalorien (kcal) oder in Joule (J).
1 kcal = 4,184 kJ
1 kJ = 0,239 kcal

Die gültige Einheit der Energie ist Kilojoule, jedoch wird heute immer noch die Kilokalorie als Einheit verwendet. Wenn man kcal in kJ umrechnet, kann der Wert auf „4“ abgerundet werden (1 kcal = 4kJ).

Der Leistungsumsatz schwankt je nach körperlicher Belastung erheblich

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