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Laufen - Einsteiger

Läuferfeld

Sie möchten gesünder werden und mehr Fitness bekommen?


Jeder Anfang ist Schwer!
Sie sind verhaftet in einer "untätigen" bewegungsarmen Umgebung.
Sie haben in ihrem Bekanntenkreis niemanden der ihnen über die Anfangshürden hinweg hilft, mit dem sie sich über die erste Ausrüstung beraten können.
Am Anfang werden sie womöglich sogar auf Kritik stoßen. Ihr Laufen kann für ihre weniger aktiven Mitmenschen auch eine Bedrohung darstellen.
Als Anfänger stehen sie mit ihren (noch) nicht laufenden Bekannten im Austausch, der alte Platz (Lebensstil) ist noch vorhanden und bietet soviel Sicherheit.
Sie werden oftmals beim Training ungeduldig sein und nicht so schnelle Fortschritte machen wie sie es erwarten. Wenn sie anfangen, wollen sie vielleicht schnell Erfolge sehen, wenn sie die Sache aber zu hart anpacken werden sie schnell ermüden und eventuell resignieren.
Wenn das "Neue" schwindet wird es plötzlich schwierig sich fürs Lauftraining zu überwinden. Es ist so einfach aufzuhören, wenn das kalte Wetter hereinbricht, es regnet oder Schnee liegt.
Sie werden am Anfang viele Hindernisse überwinden müssen.
Sie werden aber auch das Glück haben Neues kennen zu lernen.
Sie stehen vor etwas ganz Neuem. Mit zunehmenden Fortschritten gewinnen sie an Sicherheit und Stärke. Langsam verändern sie sich, sie gewöhnen sich an das positive Gefühl. Ihr Körper fängt an sich selbst zu reinigen, stärkt seine Muskeln und bringt Blut und Sauerstoff kraftvoller zum Zirkulieren.
Sie haben das Gefühl von aktiver Entspannung und Wohlbefinden hinzugewonnen. Aus dem Anfänger ist ein Jogger geworden.



Ausrüstung

"Der gute Laufschuh"!

Der erste Laufschuh ist die wichtigste "Material"-Entscheidung des Einsteigers, denn hier werden die Weichen gestellt, ob Laufen in Zukunft Freude bereitet, oder zur Qual wird.
Auch die Hersteller machen es dem Einsteiger nicht leicht, denn während einige Unternehmen Millionen in die Forschung stecken, entscheiden sich andere für ein großes Werbe-Budget.
Leider präsentiert sich ein schlechter Laufschuh nicht immer beim ersten Tragen, denn viele seiner Schwächen präsentiert er, im wahrsten Sinne des Wortes, erst im Laufe der Zeit.
Entscheidend für einen qualitativ guten Laufschuh ist zum einen die Langlebigkeit seiner Dämpfung und zum anderen die Haltbarkeit der stabilisierenden Teile, wie z.B. der Fersenbereich.
Hier auftretende Mängel können gerade im Einsteigerbereich, wo Muskeln und Sehnen noch nicht ausreichend trainiert, bzw. gekräftigt sind, recht schnell zu Überlastungs- und Reizzuständen führen.

"Der richtige Laufschuh"!

Auch wenn ein guter Schuh gefunden wurde, heißt das nicht automatisch, dass dies auch der richtige Laufschuh ist. Hierfür bedarf es einiger spezieller Anpassung an Fuß- und Laufstileigenschaften.
Hierbei handelt es sich zumeist um zwei Hauptmerkmale.
Die Pronation, die normale stoßdämpfende Eigenschaft des Fußes, nach dem Aufsetzen der Ferse über den Mittelfuß nach vorne, innen abzurollen und die Supination, ein Lauftyp der nach dem Aufsetzen der Ferse auf der Fußaußenkante abrollt.
Ferner entscheidet die Art der Fußflexibilität über die richtige Wahl eines geeigneten Schuhs.
So gibt es den eher starren Fuß, der auf Grund seiner knöchernen, sehnigen und muskulären Geschaffenheit nur eine eher "starre" Abrollbewegung zulässt, die kaum durch Training und Lauftechniken zu beeinflussen ist, sondern eher eine ausgleichende Fußführung durch einen angepassten Laufschuh benötigt.
Ein flexibler Fuß benötigt im Normalfall keine Hilfen seitens besonderer Laufschuh, da die Flexibilität des Fußes ein optimales Aufsetzen und Abrollen (Pronation) ermöglicht.
Problematisch wird hier allerdings der Unterschied zwischen einem flexiblen Fuß und einem instabilen Fuß, der bei Einsteigern häufig durch muskuläre Schwächen auftritt und zu übermäßigem Abrollen nach innen, der sogenannten Überpronation, führt.
Der Kauf der richtigen Laufschuhe kann sich bei Einsteigern insofern als schwierig erweisen, da bei Laufstielanalysen die Fußmuskulatur für den hierfür benötigten kurzen Zeit- und Kraftaufwand durchaus in der Lage ist den Fuß in normaler Pronation zu führen und erst im Verlauf des Trainings, bei einsetzender Ermüdung, den Fuß nicht mehr ausreichend stabilisiert. Einsteiger können eventuell auftretende Probleme, die das Überpronieren an Sprung-, Knie- bis hin zum Hüftgelenken verursacht, in seinen Symptomen durch einen angepassten Laufschuh ausgleichen, müssen aber gleichzeitig durch Gymnastik- und Kraftübungen an der Beseitigung der Ursache, einer abgeschwächten Fuß- und Wadenmuskulatur, arbeiten.

"Der passende Schuh"!

Hier noch einige Tipps, die sie beim Kauf eines für sie geeigneten Laufschuhs beachten sollten.

1. Bringen sie zum Kauf neuer Laufschuhe alte getragene Schuhe mit. An der Abnutzung der Sohle erkennt der Fachmann oftmals schon ihr Gangbild.

2. Ziehen sie für den Kauf ihrer neuen Laufschuhe Socken an, die sie dann auch beim Laufen tragen werden, denn der Unterschied zwischen dicken, bzw. dünnen Socken beträgt bis zu einer Schuhgröße.

3. Probieren sie neue Laufschuhe am besten Nachmittags an, wenn ihre Füße vom "Tagesablauf" schon etwas angeschwollen sind, denn dann entsprechen die Füße eher dem Zustand den sie beim Laufen haben.
Füße schwellen beim Laufen bis zu einer Schuhgröße an, im Sommer sogar noch mehr. Tragen sie ihre neuen Laufschuhe, auch wenn es noch so schwer fällt, zuhause oder auf kurzen Alltagswegen erst ein paar Tage ein, bevor sie sie zum ersten Trainingslauf anziehen.

Trainingsprogramm für Einsteiger


Für Einsteiger empfehlen wir ein Laufprogramm, das aus einer Mischung aus Laufen und schnellem Gehen besteht.
Die ersten Tage sollten kurze Laufbelastungen von 2-3 Minuten durchgeführt werden mit Gehpausen von 1-3 Minuten, um sich zu erholen. Die gesamte Belastungszeit sollte am Anfang bei ca. 30 bis 40 Minuten liegen.
Je nach Lust, Zielen und Zeitverfügbarkeit kann man dieses Programm 2 bis 5 mal pro Woche wiederholen.
Am Anfang wird empfohlen, jeden zweiten Tag nach diesem Programm zu laufen, damit zwischen den Trainingseinheiten genug Zeit für die Regeneration vorhanden ist.
Jede Woche kann die Laufstrecke verlängert werden (von 2-3 auf 5, 8, 10 Minuten usw.), während die Gehpausen zwischen den Laufstrecken gleichbleiben (also 1 bis 3 Minuten als Erholung).
Je nach Alter, Leistungsvermögen und Anpassungsfähigkeit braucht man ca. 4 bis 8 Wochen, um imstande zu sein, 40 Minuten ununterbrochen zu laufen. Dieses Programm ist sehr häufig in der Praxis getestet worden und ist der effektivste Weg, um schnell fit zu werden und Verletzungen zu vermeiden.
Um die Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, kann man in einem zweiten Schritt die Trainingshäufigkeit erhöhen (von 2-3 mal pro Woche auf 4 oder 5).
Nach einigen Wochen und wenn alles gut gelaufen ist, kann man in einem dritten Schritt die Trainingsintensität, also Laufgeschwindigkeit, erhöhen. Die richtige Laufgeschwindigkeit kann man nach mehreren Kriterien feststellen.

Am einfachsten ist es, der alten Grundregel zu folgen:
"Laufen ohne Schnaufen"!
Während des Laufens sollte man imstande sein, sich mit anderen Läufern normal zu unterhalten. Wenn dabei die Luft ausgeht, ist die Geschwindigkeit zu hoch und man befindet Sich bereits im anaeroben Bereich und das Training ist weniger wirksam. Man kann auch nach dem Puls feststellen, ob die gewählte Laufgeschwindigkeit richtig ist. Für ein wirksames Ausdauertraining sollte der Belastungspuls zwischen 70% und 80% der maximalen Herzfrequenz liegen.

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