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Triathlon/Duathlon - Schwimmen
Schwimmstart


Schwimmtechnik

Von den drei Disziplinen des Triathlons ist Schwimmen die technisch aufwendigste.
Ein Schwimmer, der die Technik - sei es des Brust- oder Kraulschwimmens perfekt beherrscht, verbraucht wesentlich weniger Energie als einer, der vorwiegend mit Kraft schwimmt.

Brustschwimmen

Bis heute ist das Brustschwimmen der Basisschwimmstil im Schwimmunterricht. Es ist eine von Menschen erfundene künstliche Bewegung. Im Gegensatz zum Kraulen ist beim Brustschwimmen von einem symmetrischen Bewegungsablauf die Rede. Das heißt, daß beide Körperhälften ständig die gleichen Bewegungen ausführen.
Ein optimal durchgeführtes, schnelles Brustschwimmen führt im Triathlon zu guten Resultaten, hat allerdings den Nachteil, daß eine hohe Anforderung an die Beinmuskulatur gestellt wird.
Der Triathlet der im Kraulstil geschwommen ist, wird beim Radfahren mit weniger ermüdeten Beinen starten.
Ein weiterer Nachteil ist die geringe Geschwindigkeit, die man im Vergleich zum Kraulen erzielt.
Viele Triathleten führen Kraul- und Bruststil abwechselnd aus, um die jeweiligen Vorteile wie Geschwindigkeit und bessere Orientierungsmöglichkeiten zu nutzen.

Bei vielen Triathlons hat man leider ein Zeitlimit für die Schwimmdisziplin.

Derzeit gelten folgende Zeitlimits:
Volldistanz: 3,8 km Schwimmen - 2 Std. 15 Min.
Halbdistanz: 1,9 km Schwimmen - 1 Std. 15 Min.
1/3 Triathlon: 1,3 km Schwimmen - 55 Min.
1/4 Triathlon: 1,0 km Schwimmen - 40 Min.

Häufige Fehler beim Brustschwimmen:
1. Arme liegen zu nah an der Wasseroberfläche. Die Hände müssen ungefähr 20 cm unter der Wasseroberfläche liegen.
2. Die Auswärtsbewegung der Arme wird zu weit hinten ausgeführt. Der Armzug muß aus den Schultern heraus ausgeführt werden.
3. Die Ellbogen liegen zu weit hinter den Schultern oder werden gegen die Rippen gezogen. Die Ellbogen nicht absacken lassen und nicht gegen die Rippen drücken.
4. Die Beine werden zu spät oder zu früh geschlossen. Der Beinschlag setzt in dem Moment ein, in dem der Mund über Wasser kommt und die Hände mit dem Kinn eine Linie bilden.
5. Der Mund ist nicht im Wasser oder unter Wasser wird nicht ausgeatmet. Übung: In der Badewanne sitzend oder im Nichtschwimmerbecken gehend unter Wasser ausatmen.
6. Arme und Beine werden gleichzeitig bewegt. Übung: Man sollte mit dem Beugen der Beine warten, bis die Zugphase der Arme halb beendet ist.


Kraulschwimmen

Das Kraulschwimmen gehört zu den Schwimmstilen mit asymmetrischem Bewegungsablauf.
Das Kraulschwimmen, auch Freistil genannt, ist die schnellste Schwimmart, da die wechselnden Arm- und Beinbewegungen für dauernden Antrieb sorgen.
Es wird von vielen Triathleten aus den folgenden Gründen favorisiert:
1. Eine höhere Geschwindigkeit als beim Brustschwimmen.
2. Die im Vergleich zum Bruststil geringe Beinarbeit, die dem Triathleten in Anbetracht der anschließenden Radfahrdisziplin besonders zugute kommt.

Ein Nachteil des Kraulstils ist die geringere Orientierungsmöglichkeit des Schwimmers.
In einem Schwimmbad ist dies weniger problematisch, da der Schwimmer nur den Linien auf dem Beckenboden folgen muß, das Navigieren im offenen Wasser kann dagegen problematisch werden.
Um den frontalen Widerstand gering zu halten, muß die Lage im Wasser so flach wie möglich sein. Der Kopf wird beim Einatmen nicht hochgehoben, da sonst die waagerechte Linie gestört wird. Der Haaransatz liegt in Höhe der Wasseroberfläche, das Gesäß befindet sich gerade unterhalb.



Freiwasser-Schwimmen


Viele Triathleten haben eine berechtigte Angst vor der Schwimmdisziplin, wenn diese in offenen Gewässern stattfindet.
Besonders die "Landratten" unter den Triathleten, also diejenigen, die ursprünglich aus dem Rad- bzw. Laufsport kommen, fürchten sich vor der riesigen Menschenmasse am Start sowie dem kalten und unbekannten Element.
Selbst für einen durchtrainierten Schwimmer ist eine geringe Wassertemperatur innerhalb kürzester Zeit gefährlich.
Wasser leitet die Körperwärme so gut ab, daß die Wärmeproduktion des Körpers mit dem Wärmeverlust nicht Schritt halten kann.
Verliert der Körper zuviel Wärme, kommt es zur Unterkühlung.
Das Absinken der Körpertemperatur hat zur Folge, daß lebenswichtige Funktionen nicht mehr optimal ablaufen können.
Unterkühlungssymptome sind beim Triathlon keine Seltenheit, immer wieder müssen Teilnehmer völlig verkrampft und erstarrt aus dem Wasser geholt werden.

Wie kann ein Triathlet einer starken Unterkühlung im Wasser vorbeugen?

Das Aufbauen einer isolierenden Fettschicht ist bei einem durchtrainierten Triathleten fast unmöglich, da diese durch das lange Dauertraining zum größten Teil verbraucht wird.
Eine gute Lösung bei sehr niedrigen Wassertemperaturen ist ein sogenannter Naß- bzw. Neoprenanzug.
Die Wirkung des Neoprenanzugs basiert auf folgendem Prinzip:
Sobald der Träger im Wasser liegt, bildet sich eine dünne Wasserschicht zwischen Haut und Anzug. Diese wird durch den Körper erwärmt und bietet eine optimale Isolation.
Ein kleiner Nachteil ist der etwas vergrößerte Widerstand beim Schwimmen.
Eine andere Methode gegen Unterkühlung ist das Einreiben des Körpers mit einer Fettsalbe. Viele Triathleten probieren unterschiedliche Salben aus, aber erfahrungsgemäß verwenden die meisten altbewährte Mittel wie z. B. Vaseline. Es ist jedoch sehr zeitaufwendig, diese Salben wieder von der Haut zu entfernen.
Außer über die Hände und Füße wird der größte Teil der Körperwärme über den Kopf abgeführt. Durch eine Badekappe kann dieser Verlust größtenteils aufgefangen werden.

Neben Abkühlung und Unterkühlung spielt auch die Unbekanntheit des offenen Wassers und dessen Gefahren eine wichtige Rolle bei der Schwimmdisziplin.

Einige Tipps für die Startsituation und das Schwimmen in offenen Gewässern

Lange vor dem Start die Gegebenheiten des Startplatzes genau begutachten, damit beim Start z. B. bekannt ist, daß die Anlaufstelle steil abfällt. Die ersten hundert Meter des Schwimmparcours untersuchen. (Ist eine Strömung vorhanden, in welche Richtung verläuft sie?) Wichtig: Warm-up vor dem Start.

Realistische Einschätzung der eigenen Schwimmfähigkeiten, um die richtige Startgruppe zu wählen.

Versuchen, sobald wie möglich eine gute Schwimmposition zu erreichen, das heißt eine Position, in der mehr oder weniger unbeeinträchtigt geschwommen werden kann.

Nicht in Schulterhöhe anderer Triathleten schwimmen, da das aufgeschlagene Wasser während des Einatmens leicht in den Mund geraten kann. Ein Verbleiben in Hüfthöhe schützt und unterstützt ein optimales Durchgleiten des Wassers.

Der eigenen Navigation vertrauen. Alle 10 oder 15 Züge die Richtung anhand der anderen Schwimmer, bekannter Markierungspunkte und Markierungsbojen kontrollieren. Bereits geringes Abkommen vom Kurs bedeutet zusätzliche Meter. Das Anheben des Kopfes bedeutet zwar, daß die ideale Lage verlorengeht, aber die Folgen eines falschen Kurses sind erheblich schlimmer.

Erschöpfung oder Unterkühlung können einen Krampf verursachen, der im offenen Wasser gefährlich ist. Bei Auftreten eines Krampfes, ist dies deutlich den Helfern oder Begleitern zu signalisieren.
Krampf in den Fingern, Oberschenkeln oder Waden lassen sich durch Dehnen der betroffenen Muskeln bekämpfen:
Krampf in den Fingern: Die Finger abwechselnd zur Faust ballen und wieder strecken.
Krampf in den Oberschenkeln: Unterschenkel nach hinten beugen und mit der Hand zum Gesäß ziehen.
Krampf in den Waden: Das Bein strecken und das Knie mit der Hand wegdrücken.

Welches ist die beste Schwimmbrille und was kann man gegen das Beschlagen vorkehren?


Es gibt keine beste Schwimmbrille!
Der gute Sitz hängt davon ab, wie gut eine Brille in oder auf den Augenhöhlen sitzt.
Je nach Form der Augenhöhlen tun es die Billigsten oft besser als die Teuren!!

Zum Anprobieren:
Bei richtiger Einstellung des Abstandes der beiden Schalen (Länge des Steges) müssen sich die Schalen nach leichtem Andruck "festsaugen", d.h. die Brille muss auch ohne Gummiband in den Augenhöhlen kleben.
Das Gummiband verhindert im wesentlichen das Abreissen nach Sprung und Abstossen.

Beschlagen:
Es gibt Schwimmbrillen, die haben eine "No Fog"- oder "Anti Fog"- Beschichtung auf der Innenseite (steht auf der Verpackung). Die sind in der Regel besser als "Normale". Es gibt aber auch solche, die beschlagen sich trotzdem.
Das Beschlagen ist im Übrigen keine Frage des Preises.

Das beste Mittel gegen Beschlagen ist: Spucke!!
Brilleninnenseite vor der Benutzung mit der Zunge einspeicheln und ohne Spülen aufsetzen. Nach einigen Längen (zu Beginn ist die Sicht trübe) wird die Sicht besser, dann mit wenig Badewasser ausspülen. Zwischendurch evtl. Nachspeicheln und Prozedere wiederholen.
So "behandelte" Brillen werden in Bezug auf das Beschlagen nach einigen Trainings (so etwa ein Dutzend) immer besser.
Ganz billige Brillen (Typ Schwedenbrille) sind manchmal ganz hervorragend. Wenn der Rand von diesen zu hart ist: Es gibt jetzt welche (Nike, TYR, eyeline), die haben einen etwas weicheren Rand, das "Glas" besteht aus Klarsicht-Kunststoff. Damit sieht man wie mit einer guten Taucherbrille.

Zur Pflege:
In jedem Fall nach Gebrauch gut spülen und vorsichtig trockentupfen. Brille in Plastikbeutel oder -schale aufbewahren (Kratzschutz) - diese zu Hause öffnen, damit die Brille ganz trocknen kann (Pilzbefall). Manche Brillen können so trotz täglichem Gebrauch über 1 Jahr verwendet werden. Die Pflege ist dann wichtig, wenn man mal eine Brille findest, die wirklich kaum beschlägt.


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