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Ernährung - Diät
Gewichtsabnahme - der Weg zum Diäterfolg

Um erfolgreich abzunehmen, muß man die Probleme der üblichen Diätprogramme kennen und vermeiden.

Drei Probleme sind es, die langfristige Erfolge verhindern.

- Bei vielen Diätprogrammen geht es nur um Gewichtsabnahme schlechthin (d.h. Fett- und Muskelverlust). Das eigentliche Ziel sollte aber nur die Fettabnahme sein.
- Der Körper verliert zuviel wertvolle Muskelmasse. Die Muskulatur ist aber der Hauptort der Fettverbrennung. Weniger Muskelmasse heisst, dass weniger Fett verbrannt wird.
- Die Kalorienzufuhr ist so gering, dass der Körper sofort auf "Sparflamme" schaltet. So schützt er seine Fettreserven. Gleichzeitig wird die Wiederaufnahme von Fett in die Körperdepots nach Diätende gefördert - ein Teufelskreis.

Langfristige Erfolge bei Diäten

Eine erfolgreiche Körperfettreduktionsstrategie muss deshalb die Fettabnahme so steuern, dass weder Muskelverlust entsteht noch die Schutzmechanismen des Körpers zur Verteidigung seines Fettgehaltes ausgelöst werden. Genau das erreichen wir, wenn durch gezielte Änderungen in unserer Nahrung die Grundlage für den Fettabbau geschaffen wird und zum anderen durch spezielles Training der Stoffwechsel so beeinflusst wird, dass verstärkt Fett im Muskelgewebe verbrannt wird.

Man sollte versuchen, soviel Obst und Gemüse wie möglich in seinen Speiseplan einzubauen.
Diese Lebensmittel sättigen, haben aber gegenüber den "leeren" Energiequellen wie Zucker und Weißmehl einen hohen Vitamin-, Mineral und Vitalstoffgehalt.
Ferner liefern sie Ballaststoffe, die die Verdauungsleistung des Darmes verbessern.

Diät und Sport


Ist man sportlich aktiv, ist es wichtig, dass man genügend energieliefernde Kohlenhydrate zu sich nimmt.
Obst und Gemüse allein haben einen geringen Kohlenhydratgehalt, der für hart trainierende Sportler oft nicht ausreicht.
Man sollte deshalb genügend Kohlenhydrate in Form von fettarmen, hochwertigen Lebensmitteln zu sich nehmen.
Um die Muskelmasse zu erhalten, ist eine ausreichende Proteinzufuhr notwendig.
Man sollte sich genügend Zeit für die Fettabnahme lassen.
Am effektivsten ist eine Abnahme von 0,25 bis 0,5kg pro Woche!
Daher sollte man ungefähr zehn bis zwölf Wochen einplanen, um fünf-sechs Kilo Fett abzunehmen.
Dabei muss man berücksichtigen, dass in den ersten Wochen die Gewichtverluste größer sind, weil viel Körperflüssigkeit ausgeschieden wird.
Ein weiterer, entscheidender Faktor ist das Verteilen der Mahlzeiten über den Tag.
Wenn der Körper mit einer großen Nahrungsmenge konfrontiert wird, ist er gezwungen, viel Energie für die Verwertung der Nahrung aufzuwenden. Außerdem ist der Körper mit den Nahrungsmengen einer großen Mahlzeit oft überversorgt. Der Körper versucht, die überschüssige Nahrung zu speichern und zwar als Körperfett.
Die logische Alternative dazu ist, die Nahrung auf kleinere und dafür häufigere Mahlzeiten zu verteilen, die den Körper nicht überlasten.
Statt zwei bis drei Mahlzeiten, wie es üblich ist, sollte man fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen.

Da am Abend der gesamte Stoffwechsel etwas zurückgeht (ca. 10% Rückgang), sollte man ab dem späten Nachmittag (ca. 17:00 Uhr) die Portionen klein halten, dafür ist ein reichliches Frühstück und eine gute Zwischenmahlzeit am Vormittag ratsam.

Aufgrund einer sehr hohen Anpassungsfähigkeit stellt sich der Körper schnell auf neue Stoffwechselsituationen ein.
Anstatt mehr Fett abzubauen, werden verstärkt Enzyme vom Körper bereitgestellt, die den Fettaufbau ankurbeln; gleichzeitig wird verstärkt Muskelgewebe abgebaut und wertvolles Protein als Energiespender verwandt.

Anstatt mit ständig gleichbleibenden oder sinkenden Kalorienzahlen zu arbeiten, wird ein wechselweises Auf und Ab in der Kalorienzahl angewandt.
Das bedeutet einfach, dass z.B. auf einen Tag mit 1400 kcal. ein Tag mit 1600 kcal. folgt. Darauf kann dann wieder ein Tag mit 1200 kcal. kommen. Durch diese Technik wird wieder eine Aktivierung des Stoffwechsels erreicht und die Gewichtsabnahme deutlich erleichtert.
Eine reichliche Flüssigkeitszufuhr; besser gesagt Wasser, ist ein weiterer Grundstein der Diät.
Ein Minimum von zwei bis drei Liter pro Tag sollte auf alle Fälle erreicht werden. Bei intensivem Training ist es empfehlenswert, weitere ein bis zwei Liter zu addieren.
All diese genanten Diät-Effekte werden erzielt, wenn die entsprechende körperliche Belastung durch Training oder intensive Gymnastik begleitend erfolgt.


Energieumsatz des Organismus im Hunger


Was passiert, wenn ich Diät halte?

Um bei kurz- und längerfristigem Nahrungsmangel die Aufrechterhaltung der Organfunktionen zu gewährleisten, verfügt der Organismus über Energiereserven.
Während des Fastens greift der Körper zunächst auf die begrenzten Kohlenhydratreserven und dann auf seine größten Energiespeicher, das Depotfett, zurück, um dadurch die Umwandlung lebenswichtiger Proteine zu Glucose einzuschränken.
Im Nüchternzustand hat der Mensch also 2 wichtige Brennstoffquellen, Proteine aus der Muskulatur und anderen Geweben und Fette aus dem Depotfett.
Daraus entstehen 3 Brennstoffe:
- Glucose, wird aerob im Gehirn und anaerob in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) verstoffwechselt.
- Fettsäuren und
- Ketonkörper werden in den übrigen Geweben genutzt.

Die gespeicherten Triglyceride (Fette) reichen aus, um den Energiebedarf eines normalgewichtigen Menschen 40 - 70 Tage zu decken. Bei massivem Übergewicht ist eine wesentlich längere Überlebenszeit möglich, sie wird aber auch von der körperlichen Aktivität während des Fastens bestimmt.

Der Energieverbrauch wird außer vom Körpergewicht und von der Arbeitsleistung auch durch die Energiezufuhr selbst beeinflusst und sinkt im Verlauf des Hungerns deutlich ab.
Die begrenzten Kh-Speicher sind ein Hauptmerkmal des Hungerstoffwechsels.
Nach 24-stündigem Fasten sind die Glykogenspeicher entleert. Um die Glucoseversorgung des Gehirns trotzdem zu gewährleisten, verfügt der Organismus über eine endogene (körpereigene) Glucosebildung.
Obwohl der Organismus sich bei fehlender Nahrungszufuhr durch herabgesetzten Glucoseumsatz und Glucose-oxidation an die allmählich absinkende Kohlenhydratversorgung anpasst, bleibt in der Frühphase des Fastens der Glucosebedarf des Gehirns und der restlichen glucoseabhängigen Gewebe (Nervengewebe, Erythrozyten und Nierenmark) von etwa 200 g/d bestehen und wird nach wenigen Tagen Nahrungsenthaltung auf etwa 80 - 90 g/d reduziert.

Durch die begrenzte Verfügbarkeit der Proteinspeicher (maximal 1/3 der 6 - 8 kg Gesamtprotein) wäre eine Fastendauer von mehr als vier Wochen nicht möglich.

In diesem Zusammenhang sei noch auf etwas hingewiesen:

Im Anfangsstadium kommt es zu einem schnelleren Gewichtsverlust, als es durch den Abbau entsprechender Fettgewebsmengen erklärt werden könnte. Dieser frühe Gewichtsverlust ist auf eine vermehrte Natrium- und Wasserausscheidung zurückzuführen.
Nach Beendigung der Fastenkur kommt es zu einer entsprechend schnellen Wiedereinlagerung von Natrium und Wasser.


Das Körpergewicht

Die Energiezufuhr sollte dem Energiebedarf angepaßt sein. Ist dies der Fall, spricht man von Normalgewicht.
Ist die Energiezufuhr nicht dem Bedarf angepaßt, läßt sich das in der Regel am Körpergewicht ablesen.
Liegt die Energiezufuhr über dem Bedarf, so nimmt man an Gewicht zu. Bei einer unzureichenden Energiezufuhr erfolgt eine Gewichtsabnahme. Der Organismus erhält die Energie in diesem Fall aus der Verbrennung der eigenen Fettreserven.

Berechnung des Gewichts

Es bereitet Schwierigkeiten, für die jeweilige Körperlänge das ideale Körpergewicht zu ermitteln, d. h. das Gewicht anzugeben, bei dem die Begünstigung von Erkrankungen am geringsten und folglich die Lebenserwartung am größten ist.
Zur Erfassung von Normalgewicht und Übergewicht wurde
der Body-Mass-Index (BMI) entwickelt.

Wie der BMI berechnet wird:
Der BMI ergibt sich aus Ihrem Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat Ihrer Größe in Metern.

Beispiel: Gewicht: 75 Kilogramm - Größe: 180 cm = 1,8 m 75 / (1,8)² = 23


BMI-Rechner:

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Männer mit Werten über 25 und Frauen mit Werten über 24 tendieren zu Übergewicht.
Leistungssportler/innen und Bodybuilder/innen stellen hier die Ausnahme dar. Sie haben aufgrund ihrer Muskulatur Anspruch auf einen höheren BMI. Männer mit Werten unter 20 und Frauen mit Werten unter 19 müssen wissen, daß sie nur wegen der " guten Figur ", aber nicht aus Gesundheitsgründen ihr Gewicht so niedrig halten!




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