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Laufen - Krafttraining

Hantel

Krafttraining für Läufer


Man unterscheidet zwischen Maximalkraft (größtmögliche Kraftentfaltung), Schnellkraft (möglichst schnelle Kraftentfaltung) und Kraftausdauer (möglichst lange Kraftentfaltung, also eine Mischform von Kraft und Ausdauer) sowie der Kombination dieser drei Kraftformen, z. B. als Maximalkraftausdauer oder als Schnellkraftausdauer.
Die Kraftentfaltung kann entweder statisch sein oder dynamisch und als solche entweder nachgebend (exzentrisch, z. B. einen Sprung durch Hocke abfedern) oder überwindend (konzentrisch, z. B. Gewicht hochstemmen).
Kombinierte Kraftentfaltung ist eine Kombination all dieser Kontraktionsformen, wie sie etwa beim Laufen vorkommen.

Der Ausdauer-Laufsportler benötigt vor allem die dynamische Kraftausdauer der beim Laufen beteiligten Muskulatur, da beim Laufen die Kraftentfaltung pro Schritt zwar nicht groß ist, dafür aber regelmäßig (zyklisch) und lange erbracht wird.
In speziellen Fällen muß auch die Schnellkraftausdauer gut ausgeprägt sein, damit größere Widerstände möglichst lange und dabei sehr schnell überwunden werden können, z. B. bei Zwischen- und Endspurts oder in steilen Passagen beim Gelände-, Orientierungs- und Berglauf.
Eine möglichst hohe Maximalkraft bzw. Maximalkraftausdauer ist hingegen nicht wünschenswert, da sie durch starke Zunahme der Muskelmasse das Gewicht des Läufers erhöhen würde, wodurch indirekt die Ausdauerleistungsfähigkeit geschmälert wird.

Für den Hobby- und Gesundheitsläufer ist ein laufspezifisches Kraftausdauertraining nicht notwendig, während es im leistungssportlichen und vor allem im hochleistungssportlichen Bereich empfehlenswert ist.

Wird neben dem Krafttraining in derselben Trainingseinheit auch Schnelligkeit und Koordination trainiert, so sollten letztere vor dem Krafttraining liegen. Beweglichkeitstraining (Stretching, Gymnastik) gehört zusammen mit Aufwärmen vor jedes Krafttraining. Ausdauer und Kraft sollten nicht zusammen in eine Trainingseinheit gelegt werden; ist dies nicht zu umgehen, so findet das Ausdauertraining nach dem Krafttraining statt.
Für das Kraftausdauertraining des Läufers genügt oft die Belastung durch das eigene Körpergewicht.
Natürlich bietet die besten Möglichkeiten ein Kraftraum oder Fitness-Studio.

Grundsätzlich gilt beim Krafttraining:

Je höher die Reizintensität (also z.B. das gestemmte Gewicht) und je niedriger die Wiederholungszahl der Übung ist, desto mehr wird die Maximalkraft trainiert.
Umgekehrt, je niedriger die Reizintensität und je höher die Wiederholungszahl, desto mehr wird die Kraftausdauer trainiert, bis schließlich bei sehr geringer Reizintensität und sehr hoher Wiederholungszahl das Kraftausdauertraining zu einem reinen Ausdauertraining wird.
Ihre Maximalkraft können Sie am besten in einem Kraftraum feststellen. Trainiert wird beim Läufer natürlich hauptsächlich die Bein- und Gesäßmuskulatur.
Für die Laufhilfsmuskulatur (Rumpf, Oberkörper, Arme) reicht in der Regel eine kräftigende Gymnastik aus. Zum Training der Armmuskulatur empfiehlt es sich auch, bei Bedarf gelegentlich mit Gewichten (leichte Kurzhanteln, Steine) in den Händen zu laufen.

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